Tipps für Taucher

Tipps rund um das Thema "Tauchen"

Übersicht: Atemregler für Taucher

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Atemregler

Eines der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände eines Tauchers ist sicherlich der Atemregler. In den vergangenen Jahren habe ich mich hier auf Tipps für Taucher schon mit dem ein oder anderen Artikel zu diesem Thema beschäftigt. Um Euch eine Übersicht zu geben, was schon alles erklärt und gezeigt wurde, möchte ich hier gerne eine Übersicht zu Atemreglern erstellen.

Zur genauen Konfiguration von Atemreglern habe ich im Sommer 2017 eine Artikelserie gestartet, die sich in jedem Artikel mit einem speziellen Atemregler auseinander gesetzt hat.

Noch ein kurzer Hinweis: Ich persönlich bin ein sehr großer Fan der Firma Apeks. Alle Atemregler, die ich bisher besessen habe, kamen von dieser Firma. Daher werdet Ihr (mit Ausnahme der ersten Stufe für den Argon-Regler) im Folgenden nur Konfigurationen mit Apeks-Atemreglern finden. Das ist keine bezahlte Werbung o.Ä.! Alle Regler wurden von mir gekauft.

Haupt-Atemregler

Der fertig konfigurierte Haupt-Atemregler mit 210cm „Long Hose“ und Inflatorschlauch

Der Haupt-Atemregler im DIR-System besteht aus einer ersten Stufe, einem langen Mitteldruckschlauch (in der Regel 210 cm) und einer zweiten Stufe. An diesem Hauptatemregler ist auch die Gasversorgung für das Wing angebracht. Wie Ihr den Haupt-Atemregler genau konfiguriert, zeigt Euch der folgende Artikel: Konfiguration des Haupt-Atemreglers für Doppelflaschen.

Backup-Atemregler

Konfiguration des Backup-Atemreglers für Doppelflaschen

Der Backup-Atemregler wird in der DIR-Konfiguration mit einem Gummiband um den Hals getragen. Dies erlaubt es, ohne viel Nachdenken zu müssen, wo denn genau sich der Atemregler befindet, auf den Backup-Regler zuzugreifen. Ihr wisst nämlich, dass er immer direkt unter Eurem Kinn hängt.

Wie Ihr den Backup-Atemregler konfiguriert, zeigt Euch der folgende Artikel: Konfiguration des Backup-Atemreglers für Doppelflaschen

Stage-Atemregler

Konfiguration des Atemreglers für Stageflaschen

Sobald Ihr Eure Grundzeiten verlängern möchtet, oder mit einem Deko-Gas unterwegs seid, müsst Ihr eine Stage-Flasche dabei haben. Für diese „Zusatzflaschen“ gibt es ebenfalls einen speziell konfigurierten Atemregler.

Das Spezielle an ihm ist, dass er nur einen sehr kurzen Hochdruckschlauch hat, der es erlaubt, das Finimeter direkt an der ersten Stufe zu befestigen. Daher habt Ihr hier den Vorteil, wenn Ihr die Stage taucht, direkt zu sehen, wie viel Gas noch in der Flasche vorhanden ist.

Wie Ihr einen Atemregler für eine Stageflasche konfiguriert, zeigt Euch der folgende Artikel: Konfiguration des Stage-Atemreglers

Regler für Argon-Flasche

Konfiguration des Argon-Reglers

Beim Tauchen mit Helium-haltigen Gasgemischen, die in der Doppelflasche getaucht werden, die sich auf dem Rücken des Tauchers befindet, ist es ratsam eine kleine Zusatzflasche dabei zu haben, mit der man den Trockentauchanzug belüften kann. Auf Grund der geringen Dichte von Helium eignet sich dieses sehr schlecht zur Isolation im Trocki. Hier kommt dann eine so genannte Argon-Flasche zum Einsatz. Diese wird an der Seite des Wings getaucht und versorgt, über einen speziellen Regler, den Trocki mit Gas (Argon oder Luft).

Wie Ihr einen solchen Regler für eine Argon-Flasche konfiguriert, zeigt Euch der folgende Artikel: Konfiguration des Argon-Reglers

Das waren die vier möglichen Konfigurationen von Atemreglern für das Tauchen mit Doppelflaschen, Stage-Flaschen und einer Argon-Flasche.

Einen ausführlichen Artikel zur Konfiguration eines Atemreglers für eine Mono-Flasche werde ich noch nachliefern.

Ich hoffe die Übersicht hilft Euch weiter, wenn es an die Konfiguration Eurer Atemregler geht.

 

Abschließend noch ein paar allgemeine Tipps und Hinweise:

Mitteldruckschläuche

Die hier gezeigten, farbigen Schläuche kommen von der Firma Miflex. Im Gegensatz zu den klassischen Gummischläuchen, haben Miflex-Schläuche ein Gewebe auf der Außenseite. Die Schläuche sind dadurch nicht ganz so starr und steif wie die Gummischläuche. Einige Taucher sehen dies zwar als Nachteil; für mich ist das aber der klare Vorteil dieser Schläuche gegenüber Gummi. Gerade beim Backup-Atemregler macht sich das bemerkbar.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Miflex-Schläuche auch in verschiedenen Farben kaufen kann.

Hochdruckschläuche

Die Hochdruckschläuche in meiner Konfiguration sind nach wie vor aus Gummi. Die Miflex-Hochdruckschläuche sind sehr dünn. Gefühlt nur ein Drittel der Mitteldruckschläuche. Mir persönlich ist das zu dünn. Daher tauche ich im HD-Bereich immer noch die Gummischläuche.

Wie Ihr Eure Regler konfiguriert und gestaltet bleibt Euch überlassen. Sowohl Gummi- als auch Miflex-Schläuche haben Ihre Vor- und Nachteile, die jeder für sich persönlich abwägen muss.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Basteln!

 

4 Kommentare

  1. Hi, ich lese doch immer wieder gern Deine Tipps und lerne einiges dabei. Bei diesem Artikel habe ich allerdings ein „Ja, aber…“. Vielleicht kannst Du mir ja Feedback dazu geben.

    Du schreibst beim Hauptregler:
    > An diesem Hauptatemregler ist auch die Gasversorgung für das Wing angebracht.

    Dieses Setup klingt grundsätzlich gut, ich dachte allerdings immer beim Trocki sieht das genau anders aus. Der Trocki kommt an die „erste“ erste Stufe, der Wing an das Backup. Wenn die erste Stufe vereist, kann ich immer noch den Wing aufblasen, Luft bekommen und aufsteigen. Ist m.W. auch das Setup, welches der VDST empfiehlt.

    Was denkst Du?

    • Hi Marc,
      mir ist es bei der Konfiguration wichtig, dass ich den Backup-Atemregler für den Notfall habe. Bei der beschriebenen Konfiguration wird die 1. Stufe während des Tauchgangs überhaupt nicht beansprucht.
      Wenn du das Wing an der Backup-1. Stufe hängen hast, hast du in einer Notsituation 2 Verbraucher am Backup hängen.
      Das ist mein Hintergedanke an der Konfiguration.
      Aber wie bei so vielem: Es lässt sich über Details streiten 🙂
      Stefan

      • Hey, aber die von Marc und vom VDST empfohlene Konfiguration, dass das Wing an der sekundären 1. Stufe ist und der Trocki an der primären 1. Stufe hat den Hintergedanken, dass man mit einer Verteilung des Gasdurchflusses auf die beiden 1. Stufen (wie vom VDST empfohlen) das Vereisungsrisiko minimiert wird. Mit einer wie von Stefan empfohlenen Konfiguration liegt der gesamte Gasdurchfluss lediglich auf einer ersten Stufe, wodurch das Risiko einer Vereisung nachweislich erhöht ist (im Vergleich zu der VDST-Konfiguration). Kommt es nun zu einer Vereisung und man wechselt auf sein Backup liegt der „Stress“ (Gasdurchfluss), der zu einer Vereisung bei der primären Stufe geführt hat nun quasi 1 zu 1 auf der sekundären 1. Stufe, mit einem ähnlichen Vereisungsrisiko. Der VDST hat hierzu irgendwo auch eine sehr informative Präsentation und Tests unter Laborbedingungen gemacht, wo sie sehr gut nachvollziehbar begründen, warum ihre Konfiguration die empfehlenswertere ist. Für mich ganz klar die bessere Wahl, weil sie auch wissenschaftlich begründet werden kann.

        • Hola!
          Der „Stress“ liegt nicht 1:1 auf der Backup-Stufe. Aus dieser wird im Bedarfsfall nämlich nur die Backup 2. Stufe gespeist. Trocki läuft (im Idealfall) über eine Argon-Flasche. Dann hast du in diesem Fall nur den Backup-Atemregler auf der Backup 1. Stufe.

          Für den Fall, dass du das Wing über die Backup 1. Stufe betreibst, hast du dann im Notfall das Problem, dass du den Backupatemregler und das Wing über die Backup 1. Stufe laufen lässt. Das ist dann problematisch.

          Die hier gezeigt Konfiguration wird von GUE empfohlen. Ich tauche sie seit über 10 Jahren und hatte noch nie Probleme damit. Ansonsten würde ich sie ja hier auch nicht empfehlen 🙂
          Grüße
          Stefan

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