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Einsteigerserie: “Tauchen lernen” Welche Tauchsportverbände gibt es?

| 9 Kommentare

Einsteigerserie: Tauchen lernen

Nachdem der letzte Artikel der Einsteigerserie: “Tauchen lernen” die persönlichen Voraussetzungen behandelt hat, die man für einen Tauchkurs mitbringen sollte, beschäftigt sich der heutige Artikel mit dem Thema “Welche Tauchverbände gibt es”. Ein Tauchverband ist eine Organisation, die sich der Tauchausbildung verschrieben hat. Hierbei gibt es sowohl große, internationale Verbände als auch kleinere deutsche Verbände.

Die bekanntesten Tauchsportverbände möchte ich Euch im Folgenden vorstellen (wobei ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe!).


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Große, internationale Tauchsportverbände

PADI (Professional Association of Diving Instructors)

Wir beginnen die Liste direkt mal mit der größten Ausbildungsorganisation im Tauchsport. PADI kommt ursprünglich aus dem US-amerikanischen und ist die weltweit bekannteste Tauchsportorganisation. PADI hat über die Jahre ein ausgeklügeltes Aus- und Fortbildungssystem entwickelt.

Sein Tauchkarriere beginnt man bei PADI mit dem Open Water Diver (OWD). Mit diesem Tauchschein ist man dann berechtigt mit einem Divemaster (höher qualifizierter Taucher) zusammen zu tauchen. Im und nach dem Kurs werden Tauchgänge bis zu einer maximalen Tiefe von 18m durchgeführt. Der PADI OWD Kurs ist ein sehr kompakter Kurs, den man bei vielen Tauchbasen buchen kann.

SSI (Scuba Schools International)

SSI gehört ebenfalls zu den großen weltweit bekannten Ausbildungsorganisationen. Die Organisation gibt es seit mittlerweile über 40 Jahren!

Auch bei SSI beginnt man seine taucherische Karriere als Open Water Diver (OWD). Ich bin auf der Website nicht wirklich fündig geworden, ob es nach dem Bestehen des OWD eine offizielle Tiefenbeschränkung gibt oder nicht. Aber ich gehe mal davon aus, dass diese auch bei 18 Metern liegt.


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CMAS (Confédération Mondiales des Activités Subaquatiques)

Mit CMAS haben wir nun den ersten europäischen Tauchsportverband in der Liste. Für alle Nicht-Franzosen: CMAS auf englisch bedeutet World Underwater Federation. Die CMAS wurde 1958 gegründet und beschäftigt sich mit vielen Feldern des Tauchens. Neben der Ausbildung werden auch Forschung und Wettkampf sehr groß geschrieben.

So viel ich weiß bildet CMAS nicht direkt aus. Hat aber als Dachverband viele kleinere Tauchsportverbände unter seinem Dach. Ein Verband der sich an der CMAS-Standards orientiert schreibt sich einen hohen Ausbildungsstandard auf die eigenen Fahnen.

Deutsche Tauchsportverbände

Auch in Deutschland gibt es eigene Tauchsportverbände, wobei ich hier nur zwei vorstellen möchte:

VDST (Verband Deutscher Sporttaucher)

Der VDST ist der größte Tauchsportverband in Deutschland. Der VDST ist Mitglied bei CMAS.

Der Beginnertauchkurs nennt sich hier “DTSA-Grundschein”, wobei DTSA für Deutsches Tauchsport Abzeichen steht. Der Grundschein ist der absolute Einsteiger Tauchkurs. Möchte man aber einigermaßen selbstständig tauchen, bietet es sich an den DTSA* / VDST-CMAS-Taucher* zu belegen. Wobei die Sterne hier für den Erfahrungswert des Tauchers stehen. Ein **-Taucher hat mehr Erfahrung als ein *-Taucher.


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VDTL (Verband Deutscher Tauchlehrer)

Ein kleiner, aber trotzdem bekannter deutscher Tauchsportverband ist der VDTL. Beim VDTL beginnt man mit dem Tauchschein Bringe *. Ähnlich wie beim oben genannten Verband wird hier die Erfahrung an den Sternen fest gemacht.

Der VDTL überarbeitet derzeit sein Brevetierungssystem, und passt es europäischen Standards an. Sollte ich hier in den kommenden Tagen näheres erfahren, werde ich ein Update nachreichen.

Weltweite Anerkennung

Alle oben beschriebenen Verbänden oder Ausbildungsorganisation sind weltweit anerkannt. Das heißt, wenn Ihr mit Eurem neuen Tauchschein in eine Tauchbasis z.B. in Ägypten kommt werden die Tauchlehrer dort sehen, dass Ihr eine fundierte Ausbildung genossen habt und Euch zum Tauchen mitnehmen.

Welchen Verband Ihr jetzt allerdings wählt, hängt von Euch ab. Im Urlaub wird man sicherlich auf PADI und SSI treffen. Diese beiden Organisationen sind im Ausland sehr stark vertreten und auf Grund der Marketingstrategie der Unternehmen in vielen Tauchbasen der Ausbildungsstandard Nr. 1.

Wenn Ihr Euch in Deutschland entschließt einen Tauchkurs zu machen, kann es gut sein, dass Ihr in einem Verein auf Tauchlehrer von VDST oder VDTL trefft. Aber auch im Ausland sind diese deutschen Verbände anzutreffen.

Welcher Verband, bzw. welcher Tauchkurs nun für Dich der richtige ist, möchte ich im nächsten Artikel ein bisschen beleuchten. Auch wenn sicherlich alle Tauchsportverbände und Ausbildungsorganisationen eine gifte Tauchausbildung anbieten gibt es doch Unterschiede, die man kennen und beachten sollte!

9 Kommentare

  1. Hallo Stefan,

    Dir ist da anscheinend bei der Recherche ein kleiner Fehler passiert.
    Die von Dir bei SSI zitierte Beschränkung auf 12m in Begleitung eines Dive Leaders bezieht sich auf das Brevet “Scuba Diver”, also eine Stufe unter dem OWD.
    Nachzulesen auf http://www.divessi.com/owd , ca. in der Mitte. Die Seite beschreibt de facto eigentlich nur den Scuba Diver…

    • Hej!

      JA, das gebe ich zu, da ist ein kleiner Recherchefehler passiert. Hatte mir die SSI Seite eben auch noch einmal angeschaut. Unter der Kategorie “OWD” findet man fast nur Infos zum Scuba Diver?! Ich hab den Text mal ein bisschen umgeschrieben. Sobald ich ein paar aktuelle Infos habe, werde ich sie einpflegen!

      Danke noch mal für den Hinweis!

      Stefan

  2. Hallo Stefan,

    heißes Thema :D
    erstmal – ein PADI-OpenWater Taucher kann natürlich auch mit einem PADI Open Water Taucher zusammen Tauchen gehen ( generell, evtl. abweichende nationale Bestimmungen ).

    Der Kurs kann kompakt unterrichtet werden – muss aber nicht. ( Genauso wie ein Vereinskurs kompakt unterrichtet werden kann – muss aber nicht ). Ausbildung hängt zu 95% vom TL ab.

    Es überrascht mich wirklich da du den GUE Rec1 nicht als alternative listest ?

    Grüße

    • Hej Richard,

      klar kann ein OWD mit einem OWD tauchen. Ich hab mich im Artikel nur an die Vorgaben der Verbände gehalten!

      Zum GUE Rec 1 wird es einen eigenen Artikel geben :) Plus, wenn alles klappt, noch eine kleine Zugabe.

      Grüße
      Stefan

      • Schön das der GUE nochmal extra behandelt wird – bin der Meinung das sollte mehr in den allgemeinen Fokus kommen.

        Du verwechselst trotzdem den Open Water Diver mit dem PADI Scuba Diver… oder dem Junior OWD…
        Genauso wie * unabhängig tauchen können.

        Grüße

        • Denke da ist die Wortwahl etwas schwierig!

          Klar kann man als OWD oder *-Taucher unabhängig tauchen. Wenn du mit deinem Tauchpartner in irgendeinem See unterwegs bist, fragt dich da (in der Regel) auch niemand nach deinem Kärtchen. Aber wenn es an eine Tauchbasis geht, halten die die vom Verband vorgegebenen Standards schon ein (sie sollten es zumindest). Und das besagt nun mal, dass ein *-Taucher mit einem höher zertifizierten Taucher tauchen gehen sollte (Erfahrung und Anzahl der TGs lass ich jetzt hier mal außen vor).

          Grüße
          Stefan

          • Hm es liest sich oben halt sehr wie eine “Course Outline” nachdem du den Verband beschreibst.

            Natürlich sollte ein wenig Erfahrener Taucher natürlich nicht idealerweise mit einem genauso unerfahrenen Taucher in ein fremdes Gewässer.

            Wurden beide KORREKT! und gut ausgebildet, sollte auch das kein Problem sein. Dies ist aber leider seltenst der Fall.

            Grüße

  3. Hallo zusammen, da es hier etwas verwirrungen hinsichtlich der Standards gibt, hier ein Link zu den Allgemein verfügbaren Trainingsstandards von SSI: http://www.divessi.com/downloads Wenn noch fragen bestehen sollten, helfe ich gerne weiter wenn ich kann.

    Viele Grüße
    Stefan

  4. Hallo Stefan,

    also ein PADI OWD muss nicht mit einem Divemaster tauchen. Auch nicht an einer Tauchbasis wie Hemmoor oder ähnliches.
    Ein PADI OWD darf mit jedem anderen Brevetierten Taucher als Buddy abtauchen.
    Mfg
    Stephan

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