Tipps für Taucher

Tipps rund um das Thema "Tauchen"

Einsteigerserie: Nitrox – Gasblender, Rechtliches, spezielle Ausrüstung

| 14 Kommentare

Der letzte Artikel der Einsteigerserie: Nitrox hat sich mit der Frage beschäftigt, in wie weit es sinnvoll ist bereits in der Anfängerausbildung Nitrox als Atemgas zu verwenden. Bereits in diesem Artikel bin ich ein bisschen auf die Schwierigkeiten eingegangen, die sich beim Verwenden von Nitrox in Deutschland und Europa ergeben.

Der heutige Artikel soll dieses Thema noch ein bisschen mehr beleuchten. Wie die Überschrift schon verrät, möchte ich auf das Thema “Gas blenden” bzw. füllen, Rechtliches und spezielle Ausrüstung eingehen:

“Gas blenden” bzw. Flaschen füllen

Viele von Euch werden Nitrox hauptsächlich aus dem Urlaub kennen. Wenn man in Ägypten an einer Basis tauchen will, die Nitrox im Angebot hat, kann man dies meist schon direkt ab Deutschland vorbuchen. Vor Ort bekommt man dann seine Flasche hingestellt, muss diese meist noch selbst analysieren, markieren und dann seinen von zuhause mitgebrachten Atemregler anschließen und ab geht’s.

Möchte man nun in Deutschland Nitrox tauchen und geht mit seiner eigenen Flasche in einen Tauchshop kann es vorkommen, dass diese Flasche nicht gefüllt wird!

Woran liegt das? Laut EU-Vorschrift müssen für Gasgemische, die mehr als 21 % Sauerstoff enthalten, spezielle Flaschenventile verwendet werden! Mehr dazu aber gleich im Bereich “Rechtliches”.

Was gibt es für den Taucher, der in Deutschland mit Nitrox tauchen will, nun für Alternativen?

  • Füllstation/ Tauchshop, der auch in “normale Flaschen” Nitrox füllt: Es gibt immer wieder Tauchshops, die auch in Flaschen mit den üblichen Luft-Ventilen Nitrox füllen. Solltet Ihr so einen in Eurer Nähe haben, hat sich das Problem des Füllens bereits erledigt. Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, warum es Shops gibt, die in Luft-Ventile Nitrox füllen und andere, die sich komplett dagegen verweigern. Vielleicht hat von Euch jemand hier eine Erklärung?!
  • Nitrox selbst mischen: Eine weitere Option ist, dass Ihr Euch das Nitrox selbst mischt. Voraussetzung hierfür ist, dass Ihr Euch im Umgang mit 100% Sauerstoff auskennt! Am Besten Ihr belegt hierfür einen so genannten Gas-Blender-Kurs. Dieser lehrt Euch den Umgang mit 100%igem Sauerstoff und wie Ihr das für Euch optimale Gasgemisch erzeugt. Vorteil ist, Ihr könnt Euer Nitrox direkt zuhause füllen. Wenn Ihr noch einen Kompressor in der Nähe habt umso besser. Nachteile sind die hohen Kosten. Für den Kurs fallen Kosten an, die Fülllogistik kostet ein paar Euro (Füllschlauch, Analysegerät,…) und natürlich die Kosten für die Gase, Flaschenmiete für die Speicherflaschen etc.


Werbung

Rechtliches

Wie oben bereits erwähnt gibt es eine EU-Vorschrift, die besagt, dass alle Gasgemische, die mehr als 21% Sauerstoff enthalten, wie 100%iger Sauerstoff behandelt werden müssen (EN 144 T3).

Die Standard-Tauchflasche wird mit einem G5/8 Zoll Ventil ausgeliefert. Dies sind die normalen “Luft-Ventile”. Jeder handelsübliche Atemregler hat hierfür den passenden Anschluss an der ersten Stufe.

Für Nitrox-Gemische (mehr als 21% Sauerstoff) dürfen offiziell nur Ventile mit einem 26 x 2 Gewinde verwendet werden! Dieser spezielle Anschluss soll verhindern, dass Pressluft- und Nitrox-Technik verwechselt werden können.

Spezielle Ausrüstung

Dies hat nun zur Folge, dass wenn ich als Taucher mich streng an diese Vorschrift halte, ich für das Verwenden eines Nitrox-Gemisches eine Flasche mit einem speziellen M26 x 2 Gewinde benötige. Da ich den normalen Atemregler, der auf eine Gewinde von G5/8 Zoll ausgelegt ist, nicht verwenden kann, muss ich mir ebenfalls einen Nitrox-Atemregler kaufen, der auf das M26 x 2 Gewinde passt.

Hier kann man sich jetzt sicherlich streiten, in wie weit diese Regelung sinnvoll ist! Fakt ist aber, dass es von gesetzeswegen her vorgegeben ist.


Werbung

Aus der Praxis

Wie sieht es jetzt in der Praxis aus?

Bei mir in der Gegend gibt es einen Tauchshop, der sich genau an diese Vorgaben hält. D.h. man bekommt nur Nitrox gefüllt, wenn die Flaschen die vorgeschriebenen M 26 x 2 Ventile haben. In Flaschen mit G5/8 Zoll Ventilen wird ausschließlich Luft gefüllt. Sämtliche Flaschen dieses Shops und des Teams technischer Taucher sind auf den M26 x 2 Standard umgerüstet.

Es gibt aber auch Füllstationen, an großen, bekannten Seen, die füllen Nitrox auch in Flaschen mit “normalen” Luft-Ventilen.

Ihr selbst müsst aber darauf achten, egal, ob Ihr nun spezielle Nitrox- oder Luft-Ventile taucht, dass diese sauerstoffgereinigt sind! Diese Voraussetzung sollten alle Teile haben, die mit Nitrox in Kontakt kommen. Je nach Füllmethode kann es sein, dass diese Teile mit 100% Sauerstoff in Kontakt kommen. Und hier kann es in einigen Situation doch ein wenig kritisch werden!

In wie weit Ihr nun Eure Ausrüstung auf das Tauchen mit Nitrox umstellt, solltet Ihr davon abhängig machen, wer in Eurer Gegend in welche Art von Flaschen/ Ventilen Nitrox füllt und was Eure Tauchpartner tauchen.

Verwirrendes Thema? Joa, kann man schon sagen! Aber wie gesagt, erkundigt Euch in Eurer Gegend, wie das Tauchen mit Nitrox dort gehandhabt wird.

Ansonsten gibt es im nächsten und letzten Artikel der Einsteigerserie: Nitrox noch ein paar Links, Bücher und sonstige nützliche Tipps zum Thema, die Euch vielleicht noch ein bisschen weiter helfen.

14 Kommentare

  1. schöner artikel .

    Allerdings sehe ich die einzig sinnvolle Applikation für M26 bei Rebreathern bei der Sauerstoff-flasche. Da hierdurch ein fataler fehler wirklich verhindert werden kann ( versehentliches vertauschen von DIL und OXY Flasche ).

    Ansonsten sperre ich mich gegen den EU Standard aus folgenden Gründen :

    1)Der M26 Standart ist eine tolle Sache für die Hersteller, da diese dann sehr viel neue sehr teure Regler mit etwas grünem Plastik dran verkaufen können.
    Auch die Tauchshops, die Luftanschlüsse nicht mit Nitrox füllen versprechen sich sicherlich eine Verkaufschance von Ventilen und Reglern.

    Bei sehr sauerstoffreichen >50% Gemischen tauche ich selbst eine Sauerstoffgereinigte 1. Stufe (G5/8) , Manometer und 2.Stufe haben durch die Reduzierbohrung bzw. dem Mitteldruck kein wirkliches “explosionspotential” und brauchen nicht Sauerstoffrein zu sein.

    Durch die Druckreduzierung in der 1. Stufe kühlt sich das Gas nochmal ab, was die Gefahr einer entzündung nochmal vermindert (Joule-Thompson Effekt).

    Viele erfahrenere tec-ausbilder (bekannte) tauchen selbst normale (Luft) 1.Stufen an hohen gemischen seit jahren, nie was passiert. Überhaupt hab ich noch nie gehört das einem die Flasche um die Ohren geflogen ist weil eine nicht sauerstoffreine Stufe dran war. Viel eher das was passiert ist, weil jemand in der Nähe der Füllstation geraucht hat o.ä. . (bitte klärt mich auf falls ich hier falsch liege ).

    Wichtig allerdings ist das die Regler in gutem Zustand sind, stets die Staubschutzkappe drauf war und nie im Dreck rumgelegen hat. Vernünftige Revisionen sind auch wichtig.

    2) und dies ist mein Hauptargument : Falls während der Deko einer meiner Stageregler versagt, kann ich den backup oder den hauptregler von meinem Rückengerät an diese Stufe setzen, das würde bei M26 dann nicht gehen, und ich müsste auf einen längeren Notfalldekoplan ausweichen. ( Nach dem TG bräuchte der Regler ne Revision, der Tauchgang wäre aber gerettet. ).

    3) Die Annahme das man Luft gefüllt bekommt weil man kein M26 auf der Flasche hat kann leicht zu fataler Faulheit führen und ist meiner Meinung nach genauso gefährlich wie die Annahme das Flaschen verwechselt werden können beim Füllen. JEDER ANALYSIERT JEDES GAS DAS ER SELBST VERWENDET. Am besten mit eigenem Analysegerät und Ruhe. Wer selbst mal miterlebt hat was auf einer Füllstation los ist wenn 8 Expeditionstaucher gas für einen +150m TG benötigen kann sich vielleicht denken was ich meine.

    Meiner Meinung ist die M26 Ventilart für Nitrox eine Lösung für ein Problem was eigentlich keins war, aus dem Grund benutzt meiner Erfahrung >60% der Tec Szene auch noch g5/8. Vernünftiges “marking” der Stages und ordentliche Gaswechsel sind wichtiger.

    Wer wirklich sicher gehen will in Sachen gas soll seine alten 1. Stufen zur Sauerstoffrevision schicken, und das gesparte Geld in einen CO-Analysegerät stecken. Gerade in Tauchshops wo die Kompressoren lange Laufzeiten haben ( Urlaubsländer), kann es durch oxidation des heißen kompressoröls zur Entstehung des hochgiftigen Gases kommen, was im Vergleich mit hohen PPO2 ‘s eindeutig lethaler ist.

    Ich möchte hier den Umgang mit Sauerstoff als Atemgas wirklich nicht verharmlosen und rate jedem innerhalb den Grenzen seiner Ausbildung zu tauchen. Dieser Text stellt lediglich meine Meinung zur dem EU Standard dar und ich lehne jegliche Haftbarkeit hab.

    • “Viele erfahrenere tec-ausbilder (bekannte) tauchen selbst normale (Luft) 1.Stufen an hohen gemischen seit jahren, nie was passiert. Überhaupt hab ich noch nie gehört das einem die Flasche um die Ohren geflogen ist weil eine nicht sauerstoffreine Stufe dran war. Viel eher das was passiert ist, weil jemand in der Nähe der Füllstation geraucht hat o.ä. .”

      Du hast hierbei tendenziell recht, ich selbst tauche auch normale G5/8″ Ventile aus genannten Gründen, wichtig ist weniger was für ein Ventil sondern vielmehr wie sauber sind Flasche, Ventil und 1. Stufe.

      Bei einem Fini wäre ich etwas vorsichtiger (Stichwort “adiabatische Kompression) sollten Materialien unter hohen Drücken reagieren bzw. Korrodieren kann das schnell üble Folgen haben.

  2. Hallo,
    zunächst mal Kompliment für den Blog.

    Ich selbst bin Gasmischer sowohl für Nitrox als auch für Trimix.

    Grundsätzlich ist die Regelung mit den verschiedenen Ventilen sinnvoll, der Grund hierfür liegt darin, dass reiner Sauerstoff ein Brandbeschleuniger und somit ein Gefahrgut ist.

    In erster Linie geht es um exakt diese Thematik beim Füllen von Flaschen.

    Hier zu zunächst einmal ein Überblick über die am weitesten verbreiteten Füllmethoden:

    - die Partiakldruckmethode
    Hierbei wird reiner Sauerstoff aus der Speicherflasche in die Tauchflasche gefüllt und anschließend mit normaler Luft getoppt um so das gewünschte Nitroxgemisch zu erhalten.
    Hierbei kommt das Ventil/die Flasche in Kontakt mit reinem Sauerstoff.

    - die Constant-Flow-Methode
    hierbei wird kontinuierlich der Ansaugluft des Kompressors Sauerstoff aus dem Speicher beigemischt und anschließend verdichtet.
    Im europäischen Ausland ist dies bis 40% mit dem normalen Kompressor zugelassen, innerhalb der EU wird hierfür ein Schmiermittel freier, also Sauerstoffkompressor benötigt.
    Das Ventil/die Flasche kommt nicht in Kontakt mit reinem Sauerstoff sonder es wird direkt das gewünschte Nitroxgemisch in die Flasche gepresst.

    Doch nun zurück zum Sauerstoff:

    Beim Umgang mit Sauerstoff ist es wichtig so genannte Sauerstofftaugliche und Sauerstoffreine Materialien zu verwenden.
    Normale O-Ringe zum Beispiel sind nicht Sauerstofftauglich, da das Material mit dem
    Sauerstoff reagieren würde, aus diesem Grund kommen hier Viton-O-Ringe zum Einsatz.
    Des weiteren muss die gesamte Ausrüstung sauerstoffrein sein, d.h. es dürfen keine Verschmutzungen (Fettrückstände,…) am Ventil, in der Flasche oder sonst wo sein.

    Um dies Sicherzustellen hat man sich für unterschiedliche Gewinde entschieden um ein unbeabsichtigtes Verschmutzen von Flaschen mit M26x2 Gewinde am normalen Kompressor, durch zum Beispiel Ölrückstände in der Luft zu verhindern.

    Der andere Grund ist das nicht jemand ausersehen ohne geeignetes Wissen und Ausrüstung sich eine Flasche schnappt, nicht analysiert weil er das Fülletikett übersehen hat und dann etwas passiert, man versucht so die beiden “Systeme” zu trennen.

    Viele Tekkies lassen jedoch ihre Normalen G5/8″ Gewinde cleanen sprich Sauerstoff rein machen und füllen diese dann mit so genannten Personalfiltern um eine Verschmutzungsgefahr zu minimieren.
    Der Grund warum mit G5/8″ Ventilen getaucht wird ist folgender: wenn in einer langen Dekophase sich z.Bsp der Atemregler des Dekogases verabschiedet man die Möglichkeit hat einen Atemregler des Rücken-(Bottom)Gases zu verwenden, es ist also in erster Linie der Redundanz geschuldet.

    Ich selbst kann es jedem nur Empfehlen einen solchen Gas-Blender Kurs zu machen wenn er ernsthaft darüber nachdenkt seine Flaschen selbst zu füllen, denn zum Einen erlernt man den richtigen Umgang mit Sauerstoff, wie berechne ich meine für das Gewünschte Gemisch notwenigen Fülldaten und letztendlich ist es auch eine Versicherungstechnische Frage, denn passiert etwas beim Füllen speziell an Vereins- oder Privatkompressoren ist dies ohne Berechtigungsnachweis nicht abgedeckt.

    Sollten weitere Fragen auftreten könnt ihr euch gerne an mich wenden, werde dann versuchen euch zu helfen.

    Gruß
    Marc

    • Bin ich wenn ich Gasblender bin und privat für Freunde Nitrox/Trimix/Luft fülle versichert?

      Die Anlage ist hochwertig, aber nicht vom Tüv abgenommen…

  3. Hi Zusammen!

    Naja, ob diese EU-Regelung jetzt sinnvoll ist oder nicht, darüber lässt sich sicherlich stundenlang diskutieren. Es wird ja z.B. auch vorgeschrieben, dass Bananen eine gewisse Krümmung brauchen um in die EU eingeführt zu werden?!

    Nichts desto trotz: Ich tauche auch Nitrox mit G5/8 Ventilen. Sowohl an der D12 als auch an der 80er Stage.

    Aber wie geschrieben, das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Oder sich an seinem Team/ Buddy halten. Was ich bisher auch noch nicht so recht weiß ist, wie es sich bei einem Tauchunfall verhält?! Könnte einem die Versicherung aus nicht vorhandenen M26 x 2 Ventilen bei der Verwendung von Nitrox einen Strick drehen?

    Wie Marc schon geschrieben hat: Beim Nitroxtauchen ist vor allem die Sauerstoffreinheit bzw. Sauerstoffkompatibilität wichtig. Wenn man z.B. mit der Partialdruckmethode Flaschen füllt, dann kommen Ventile und Flasche mit 100% Sauerstoff in Kontakt. Bei dann evtl. vorhandenen Verunreinigungen kann es schon zu Problemen kommen.

    Mit Atemreglern habe ich schon Bilder gesehen, bei denen jemand versucht hat den Titan-Atemregler an eine Nitrox-Flasche zu schließen. Titan und Sauerstoff vertragen sich nicht all zu gut.

    Also wie geschrieben: Auf Sauerstoffreinheit und -kompatibilität muss geachtet werden!

    Grüße
    Stefan

  4. Hallo,
    aslo bei uns im Verein an dem auch ein Tauchshop angeschlossen ist wird das so gehandelt: Nitrox wird in alle Sauerstoffreinen Flaschen gefüllt. Unabhängig vom verwendeten Ventil. Allerdings haben wir auch Nitroxflaschen mit Nitroxventil. Diese werden meistens mit einem Adapter für Luftregler verliehen. Dies zeigt meiner Meinung nach perfekt wie sinnlos diese Reglung für Sporttaucher und Tekkis ist. Diese Adapter sind soweit ich weiß eigentlich nur für das Füllen gedacht…
    Außerdem bin ich der Meinung, dass es kein Problem ist Nitrox bis 32% in normale “nicht reine” Flaschen zu füllen solange zu keiner Zeit eine höhere Konzentration in der Flasche vorhanden ist. Mir fällt gerade auf, dass ich noch nie eine D12 mit Nitroxventilen gesehen habe… :)

    Gruß, Sebastian

  5. Mit der Mischmethode “continuous flow” muss die Ausrüstung (Tauchflasche) nicht unbedingt O2-clean sein.
    Ob die Urlaubstaucher in Ägypten welche haben? Eher nicht, oder?

    Bei der Partial-Druck-Methode MUSS es O2 clean sein, da wie bereits beschrieben mit reinem O2 gearbeitet wird.
    Man braucht zusätzlich für das spätere toppen der Flaschen einen “personal filter” MIT Rückschlagventil.
    Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man warten, bis der Druck am Flascheneingang höher ist als in der Tauchflasche selbst, bevor man das Ventil öffnet.

    Meine extra Dosis Sauerstoff habe ich mir heute schon reingezogen:
    50% O2, 20 min., lecker :) —> aus einer sauerstoffreinen Aluflasche mit sauerstoffreinen Atemregler ABER am konventionellen Gewinde.

  6. “Diese werden meistens mit einem Adapter für Luftregler verliehen. Dies zeigt meiner Meinung nach perfekt wie sinnlos diese Reglung für Sporttaucher und Tekkis ist. Diese Adapter sind soweit ich weiß eigentlich nur für das Füllen gedacht…”

    Meines Wissens erlischt bei einem Unfall der Versicherungsschutz, wenn mit Adaptern zwischen Atemregler und Flaschenventil getaucht wird.

  7. Immer diese schwachsinnigen Versicherungsmythen. Da platzt mit regelmäßig die Hutschnur. Das ist alles, wie immer, absoluter Bullshit. Nur durch die Benutzung gewisser Ausrüstungsgegenstände erlischt keinerlei Versicherung. Kritisch würde es erst wenn genau diese Abweichung von der Norm für einen Unfall verantwortlich wäre. Und die 1. Stufen geben bei Sauerstoff wahrscheinlich eher zu Beginn eines TGs auf als zum Ende…

    • Hey, ein bisschen netter und eine etwas gepflegtere Umgangsweise wäre ganz gut hier! Danke!

      Was das Thema Versicherungen angeht wäre ich auch vorsichtig. Wenn es zu einem Tauchunfall kommt schauen die ganz genau hin. Auch wenn evtl. noch ein dritter zu schaden kommt, kann das ganze schon brenzlig werden! Ich versuche mich aber in der Hinsicht mal zu erkundigen. Habe da glaube ich einen ganz netten Kontakt!

  8. Versicherungsmythen hin, Versicherungsmythen her…
    Bei einem Unfall wird auch die Ausrüstung genau untersucht. Das Tauchen mit Adaptern ist nun mal nicht zulässig, da kann ein Sachverständer ganz schnell einen Strick daraus drehen. Und leider ist es hinlänglich bekannt, dass Versicherungen sich gerne vor Zahlungen drücken….
    Ich möchte es nicht darauf ankommen lassen…

    divercons, vielleicht weisst du hier genaueres und klärst die Unwissenden unter uns zu diesem Thema auf ;-)

  9. Hi,
    hab grade einen unemotionalen Moment :-) , den ich für eine Entschuldigung für meine Entgleisung und etwas Information nutzen möchte. Ich habe mich zu dem Thema vor einiger Zeit schon mit meinem Versicherungsberater und einem befreundeten Juristen unterhalten.

    Es ist schon richtig, daß sich die Versicherungen zu drücken versuchen. Das tun sie in erster Linie aber mal immer. Dafür schließen wir ja auch entsprechend spezialisierte Zusatzversicherungen á la Aquamed oder DAN ab, die in aller Regel nicht so groß rum zicken. Zuersteinmal: Um eine auf die tauchspezifische Notversorgung folgende Krankenpflege kommt jedoch die KV um keinen Fall herum. Entscheidend ist die Frage nach dieser Versorgung oder eventuellen Haftungsfragen.

    Die Frage nach der Ausrüstung stellt sich erst dann, wenn die Ausrüstung ursächlich an dem Unfall beteiligt ist. Ursächlich heißt in diesem Fall wirklich, daß eine “originale” oder andere Ausrüstung diesen Unfall verhindert hätte. Und hier liegt erstmal die Beweislast bei der Versicherung. Im Einzelfall kann es an dieser Stelle sicher zu Überraschungen kommen, da wir an so einer Stelle bereits vor Gericht stehen. Wenn man sich diesbezüglich mal Rechtssprüche der Vergangenheit anguckt ist zu erkennen, daß es sich schon um grobe Fahrlässigkeit handeln muß bevor man wirklich eine Abfuhr bekommt.

    Wenn man sich diese Barrieren mal alle zusammen anguckt ist die Wahrscheinlichkeit, daß man tatsächlich wegen der Versicherung Probleme bekommt doch sehr gering. Die pure Nutzung von Adaptern und sonstigen “non-konformen” Teilen ist an sich kein Problem. Was ich zudem noch nicht angeschnitten habe ist eine Frage nach der Verbreitung. Es gibt bekanntlich gute (sicherheitsrelevante) Gründe, weshalb die Mehrheit der technischen Taucher entgegen der gesetzlichen Normen mit den “falschen” Ventilen taucht. Alleine diese Tatsache wird es der Versicherung vor Gericht schwer machen.

    Aus praktischer Sicht ist mithin nichts gegen solche Non-konformitäten zu sagen solange sie z.B. Redundanzgedanken o.ä. entspringen.

  10. relativ einfach , WENN eine M25* Luftflasche füllt, wo auch nur ansatzweise bei vorheriegen Füllungen der Ölabscheider NICHT 10000%ig funktioniert hat , zzgl das Ventil nicht Sauerstoffrein ist, und man diese mit Sauerstoff +21% befüllt, ja dann Glück-Auf , denn Öle und Fette + reinem Sauerstoff = puff
    und so ein Stahl/Aluminium/Kevlar Druckgasgefäß a 10L Volumen mit 200 bar Druck der einem entweder im Auto ,oder durch die Tauchbasis fliegt ,,,,,,, nun ja, das drückt mächtig im Gesicht

  11. Flaschen müssen theoretisch nicht sauerstoffrein sein, wenn mit bis zu 40% O2 gefüllt wird und nach der z.B. “Continuous flow-Methode” gemischt wird.

    Mischst du mit 100% O2 im “Überströmverfahren”, dann muss die Mischausrüstung, die mit dem reinen Sauerstoff in Kontakt kommt, sauerstoffrein sein. Also Flaschen, Ventile…
    Nach dem Überstömen ist zum pressen der Flasche ein “persönlicher Filter” nötig.

    Ich mische so. Mein Vorteil: ich muss mich nicht mit M26 und Gedöns rumärgern.

    Es gibt auch viele Gerüchte wie z. B.: nur mit Stahlschlauch überströmen lassen, weil Gummi-Schlauch böse ist oder Aluflaschen sind gefährlicher als Stahlflaschen…blablabla.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*