Tipps für Taucher

Tipps rund um das Thema "Tauchen"

Miniserie: Trinken beim Tauchen

| 7 Kommentare

Ideal zum Trinken unter Wasser: Capri Sonne

Nachdem sich die letzten beiden Artikel der Miniserie eher um die Abgabe von Flüssigkeit beim Tauchen gedreht haben, wird der heutige Artikel das Thema Flüssigkeitsaufnahme beim Tauchen etwas beleuchten.

Gerade bei Tauchgängen die die normalen Zeiten von 60-90 Minuten Tauchzeit übersteigen sollte man sich Gedanken über den Flüssigkeitshaushalt unter Wasser machen!

Wie Ihr bereits wisst, verliert ein Taucher beim Tauchen beispielsweise über die Atmung oder die Nieren Flüssigkeit. Aus diesen Gründen muss vor dem Tauchgang genügend Flüssigkeit aufgenommen werden, da ansonsten das Risiko einen Dekompressionsunfall zu erleiden steigt.

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Bei Tauchgängen, die nun länger dauern, sollte sich der Taucher überlegen, ob er nicht vielleicht etwas zu trinken mitnimmt, das er während des Tauchgangs zu sich nehmen kann. Für einen durchschnittlichen Tauchgang in einem See ist das zwar für den Flüssigkeitshaushalt nicht wirklich notwendig, aber zum Üben und zum Spaß kommt das immer gut.

Ein paar Möglichkeiten, wie Ihr unter Wasser zu etwas zu Trinken kommt, möchte ich im Folgenden vorstellen.

Capri Sonne

Die einfachste Möglichkeit etwas zu trinken mit zum Tauchen zu nehmen ist die Capri Sonne. Jeder wird sie noch aus seiner Kindheit als beliebtes Getränk für Ausflüge oder Geburtstage kennen. Dabei hat diese kleine Getränketüte doch so viel mehr Potenzial.

Die Capri Sonne ist ideal geeignet, da sie komplett verschlossen ist und somit ein Eindringen von Wasser verhindert wird. Ebenfalls von Vorteil ist das geringe Packmass- sie ist einfach in der Beintasche zu transportieren.

Unter Wasser muss man dann nur noch denn Strohhalm (oder für die Süddeutschen: Das Röhrle) aus dem Plastikschutz drücken und es in die dafür vorgesehene Öffnung stecken. Durch leichten Druck auf die Getränketüte kann man den Inhalt dann entspannt, z.B. auf Deko, genießen.

Ein kleiner Nachteil der Capri Sonne ist, dass man den Abfall wieder mitnehmen muss. Hierbei ist besonders auf die Plastikschutzhülle des Strohhalms zu achten, der sich gerne von der Getränketüte löst und davon schwimmt.

Ein weiterer Tipp ist auch hier nur zuckerreduzierte Geschmacksrichtungen zu wählen. Diese sind um einiges angenehmer zu trinken!

Trinksysteme

Trinksysteme: Hier das Modell Streamer von Deuter

Eine weitere Möglichkeit sind Trinksysteme – diese bestehen aus einem Beutel und einem Trinkschlauch. Der Schlauch hat ein Mundstück mit Ventil, das verhindert, dass Wasser von außen in den Beutel eindringt.

Die Vorteile dieses Trinksystems sind, dass es zum einen wieder verwendet werden kann und dass man zum anderen frei wählen kann, was man an Flüssigkeit in den Beutel füllt.

Wobei man hier sagen kann, dass entweder Wasser oder sehr stark verdünnte Apfelschorle optimal ist.

Optimal: Die große Öffnung zum Befüllen und Reinigen des Trinksystems

Die Trinksysteme haben im Optimalfall eine große Öffnung, durch die man sie befüllen und nach dem Tauchgang auch einfach reinigen kann. Der Trinkschlauch sollte entfernbar sein, so dass man diesen separat reinigen kann.

Dieses Trinksystem (hier als Beispiel das Streamer von Deuter) gibt es in verschiedenen Größen, von 1 Liter bis 3 Liter. Wobei Ihr Euch im Vorfeld klar sein solltet, wie Ihr das Trinksystem während des Tauchgangs transportieren wollt. Die 1 Liter Variante ist sicherlich noch in der Beintasche gut unterzubringen. Bei größeren Volumen wird das schwierig! Hier sollte man sich Gedanken über einen alternative Möglichkeit des Verstauens machen (Siehe hierzu auch weiter unten im Artikel!)

Die Trinksysteme sind in jedem Outdoor-Fachhandel zu haben und passen zum Teil auch in Rucksäcke, so dass sie auch zum Wandern verwendet werden können.

Das vorgestellte Modell findet Ihr auch bei Amazon: Deuter Trinksystem Streamer 2.0 *

Camelbak

Ein 3l Camelbak mit Schutzhülle

Ein weiteres Trinksystem, das ebenfalls im Outdoor-Bereich zum Einsatz kommt ist der Camelbak. Die Firma Camelbak stellt verschiedene Systeme her. Das System hier rechts auf dem Bild, nennt sich “Unbottle 3.0″.

Der 3 Liter Camelbak kommt in dieser Ausführung mit einem Trinkschlauch mit Einwegeventil am Ende. Der Trinkbeutel befindet sich in einer sehr robusten Hülle, an der im oberen Bereich ein Gurt mit Fastex-Schnalle und an den Seiten vier Plastik-Ringe befestigt sind.

Das System lässt sich sehr einfach komplett zerlegen, so dass man den Beutel sehr leicht reinigen kann. Auch der Trinkschlauch lässt sich einfach lösen und kann so einfach gereinigt werden. Die große runde Öffnung im oberen Bereich erlaubt ein einfaches Befüllen des Camelbak und auch die Reinigung ist dadurch sehr einfach.

Den Camelbak gibt es in den Ausführungen 2 und 3 Liter.

Befestigung des Camelbak

3l Camelbak an einer Stage-Flasche befestigt

Da man den Camelbak mit einem Volumen von 3 Litern nicht mehr in der Beintasche verstaut bekommt, gibt es die Möglichkeit, diesen an einer Stage-Flasche zu befestigen. Dafür habe ich im unteren Bereich der Schutzhülle eine Gummileine befestigt, die über die Stage-Flasche gezogen wird. Im Bereich des Flaschenhalses kann man den Camelbak mit der Fastex-Schnalle der Hülle gut befestigen.

Optimal ist der Camelbak an der Unterseite der Stage befestigt. Dort stört er nicht und verdeckt auch nicht die Labels der Stage. Der Camelbak hat unter Wasser leichten Auftrieb, der aber während des Tauchgangs kaum auffällt.

Das Trinken aus dem Camelbak ist sowohl möglich, wenn er noch an der Stage befestigt ist. Oder man entfernt ihn unter Wasser mit zwei Handgriffen von der Stage-Flasche und trinkt so aus ihm- hier fällt dann auch das Weitergeben an Buddys einfacher!

Camelbaks gibt es in diversen Varianten in vielen Outdoor-Geschäften.

Das vorgestellte Modell in der 3l Variante findet Ihr aber auch bei Amazon: CAMELBAK Unbottle 3.0 Liter * Dieses Modell tauche ich selbst, und habe schon gute Erfahrungen damit gemacht.

Fazit

Bei normalen Tauchgängen von 60 oder 90 Minuten ist das Trinken unter Wasser sicherlich ein netter Spaß, der nicht notwendig ist. Werden die Tauchgänge aber länger und will (oder kann) man das Wasser in dem man taucht nicht trinken, oder zumindest dazu nutzen den trockenen Mund etwas anzufeuchten, ist es sicherlich sinnvoll sich Gedanken zu machen, wie man unter Wasser zu etwas zu trinken kommt.

Die hier vorgestellten Systeme sind nur ein kleiner Ausschnitt. Es gibt hier bestimmt noch andere Möglichkeiten Flüssigkeit für den Tauchgang zu transportieren.

Capri Sonne ist ein sehr guter Einstieg und sorgt bei Tauchpartnern immer mal wieder für lachende Gesichter unter Wasser, wenn man sie damit überrascht. Und wenn das Trinken nicht wirklich notwendig ist, dann ist es eine tolle Übung für Trimm und Tarierung!

7 Kommentare

  1. Ich glaube, bei der Bildunterschrift für die Caprisonne ist “Trinken” und nicht “Tinten” gemeint, oder? :-)

  2. Hallo,
    wiedermal ein sehr schöner Artikel!
    Als Tipp noch: Von Caprisonne gibt es auch etwas größere Trinkpäckchen mit 330ml Inhalt. Diese haben anstatt des fummligen Strohhalms einen wiederverschließbaren Schraubdeckel. Lässt sich durch den großen Deckel Unterwasser bestens mit dicken Trockenhandschuhen bedienen und auch ein Boltsnap lässt sich bei Bedarf gut befestigen.

    Gruß, Sebastian

  3. Hi,

    toller Tipp das mit dem Camelbak – werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren!

    Bislang habe ich immer die Platypus Trinkflasche 0,5l mit der push/pull cap dabei. Einfach ein Boltsnap mit Caveline befestigen und sie passt wunderbar in die Beintasche. Ist eine ganz nette Alternative, wenn man Wasser der Caprisonne vorzieht.

    Gruß, Oliver

  4. Es gibt auch von Pearl wiederverschließbare und vor allem wiederverwendbare faltbare Trinkflaschen.
    Diese sind in 900ml und 2Liter verfügbar.

    Selbst zu befüllen, wiederverwendbar, beschriftbar (muß ja alles ordentlich gelabelt sein), mit Öse …

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