Tipps für Taucher

Tipps rund um das Thema "Tauchen"

Bau eines DIR-Messers

| 9 Kommentare

Der heutige Gastartikel von Sebastian beschäftigt sich mit dem Thema “Bau eines DIR-Messers” … oder auch, wie baue ich mir aus einem Steakmesser und einem Stück Gurtband ein vernünftiges Messer für das Tauchen.

Beim Tauchen sollte man immer ein Messer dabei haben um sich zum Beispiel aus Leinenresten oder Angelschnüren befreien zu können. Und für die Brotzeit nach dem Tauchen ist ein Messer auch ganz praktisch. Ein gutes Tauchermesser sollte leicht zu erreichen, einfach in der Pflege und sehr scharf sein. Eine gute Möglichkeit bietet hier das sogenannte DIR-Messer was eigentlich nichts anderes als ein gekürztes Steakmesser ist. Leider sind im Handel erhältliche DIR-Messer oft teuer und stumpf. Im nun folgenden Artikel werde ich euch beschreiben, wie man ein solches Messer mit Scheide einfach selbst bauen kann.

Dazu braucht man:

Bau eines DIR-Messers: Ihr benötigt folgendes

  • Ein rostfreies Steakmesser mit Wellenschliff und Kunststoffgriff
  • Kunststoffgarn (keine Baumwolle!)
  • Eine Nadel
  • Ein Feuerzeug
  • Etwas Gurtband (ich verwende hier 4 cm Gurtband)
  • Ein Winkelschleifer mit Trennscheibe (glaubt mir, mit einer normalen Eisensäge kann man gegen ein Edelstahlmesser kaum etwas ausrichten)
  • Eine Feile


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Schritt 1: Steakmesser zuschneiden

Um das Steakmesser vorzubereiten muss man es zuerst auf die gewünschte Länge kürzen (bei mir sind es etwa 5 cm). Danach muss die Spitze abgerundet und entgratet werden, damit man sich den Trocki nicht perforiert.

Schritt 2: Gurtband

Nun muss die Größe der späteren Scheide bestimmt werden. Hierzu legt man das Messer auf das Gurtband und klappt es so um, dass der Griff etwa zur Hälfte mit in der “Tasche” ist.

Schritt 3: Messerscheide nähen

Jetzt befestigt man die entstandene Lasche mit einer Stecknadel und vernäht die Seiten ordentlich und fest mit dem Kunststoffgarn.


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Schritt 4: Schlaufe nähen

Wenn die beiden Nähte fest sind, verknoten man die Enden noch einmal fest, damit sich wirklich nichts lösen kann. Danach kann man das Messer probehalber einstecken und das restliche Gurtband oberhalb des Messergriffs nach hinten umklappen. Jetzt muss die hintere Lasche am Ansatz der Tasche vernäht werden. Allerdings muss man hierbei aufpassen nicht noch den oberen Teil der Tasche mit festzunähen. Danach vernäht man noch das Gurtband am unteren Ende der Scheide.

Endergebnis

Somit ist das Messer eigentlich schon fertig. Beim Umnähen der hinteren Lasche sollte die Breite eines normalen Harness-Gurtbands berücksichtigt werden (5 cm).Wer möchte kann den Griff des Messers noch mit etwas Bungee Cord sichern. Allerdings ist dies nicht nötig wenn man die Tasche ausreichend eng genäht hat.

Viel Spaß beim Nachbauen und immer gut Luft!
Sebastian Seidler

Vielen Dank an Sebastian für diesen neuen, sehr interessanten Gastartikel. Die Umsetzung ist zwar mit ein bisschen Bastelarbeit verbunden, aber dafür hat man im Anschluss ein einfaches aber scharfes Tauchermesser.

9 Kommentare

  1. Einfach und günstig, solche Tipps gefallen mir. Und das Gurtband gibts auch sicher in allen möglichen Farben, passend zum Anzug. Danke.

  2. Das Messer ähnelt dem DIR-ZONE-Messer….. :-)

    Der auf dem Bild abgebildete Nähfaden (falls es sich nicht um ein Symbolbild handelt) ist denkbar ungeeignet. Es handelt sich hierbei um sogenannten Sternzwist, besteht aus gedrehter Baumwolle und macht nur augenscheinlich einen stabilen Eindruck. Dieser Faden rauht sich jedoch beim Nähen auf und löst sich im Wasser nach und nach in seine Bestandteile auf. Besser ist gewachster und dreifach gedrehter Nylonfaden.

  3. Das Bild diente nur als Beispiel :)
    Ich hatte leider nicht mehr genug von dem Kunststoffgarn um es zu Fotografieren…

  4. Hallo Sebastian
    okay, ist also nur ein Symbolbild :-) ))

    Aber du weisst ja, der Nachahmungeffekt ist gross, manch einer nimmt alles für bare Münze, verwendet den abgebildeten Faden und wundert sich, dass sich dieser schon beim Nähen verabschiedet ;-)

  5. Von Wurst-Käse zu worst case…
    Die Klinge mit der Flex zu kürzen ist ungünstig. Das verändert wg. der starken Wärmeentwicklung das Gefüge des Stahls und bewirkt deutlichen Härteverlust.
    Besser ist, das Messer entweder langsam durchzusägen/-feilen, oder einzuspannen und per kräftigem Hammerschlag die Spitze abzubrechen. Der Rest wird von Hand langsam gefeilt oder mit Sensenstein verschliffen.

  6. Hallo Wurstbrot,
    du kannst mir glauben ich habe erst versucht das Messer mit der Handsäge zu kürzen. Das Messer ist ein qualitativ hochwertiges Messer von Victorinox. Ich habe es nicht geschafft es zu sägen geschweige denn es zu feilen. Daher die Flex. Außerdem stört mich der Verlust der Härte nicht sonderlich. Das Messer ist nach wie vor sehr scharf und schneidet alles so wie es soll.

    Gruß, Sebastian

  7. Hallole,

    für das Messer könnte ich mir auch eine Scheide aus Kydex gut vorstellen. Ist ein Kunststoff, der sich gut mit nem Heißluftfön/Backofen und Schaumplatten in Form bringen läßt. Vorteil, das Messer rastet je nach Griffform leicht ein.
    http://www.youtube.com/watch?v=V1TeV18XF1o
    http://holsterbau.de/kydex.htm

    Gruß Kuni

  8. Hallo,

    Dumme Frage: MUSS ich das Messer kürzen? spricht etwas dagegen, das Messer in der vorhandenen Länge zu belassen? Damit man sich das Ding nicht in den Oberschenkel rammt wäre vielleicht eine Unterbringung am Bein vorteilhafter… oder?

    Vermutlich wäre das dann aber nicht mehr DIR-Style :-]

    Gruß

    Cornelia

    • Hej Cornelia,
      zu Empfehlen ist auf alle Fälle, die Spitze des Messers zu kappen! Aus eigener Erfahrung weiß ich wie doof es ist, sich mit dem eigenen Messer ein Loch in den Anzug zu stechen! Und das Messer ist dabei noch in der Scheide gesteckt!

      Am Bein ist es auch eher ungeschickt, da du dann sehr weit nach unten greifen musst, wenn du es mal benutzen musst.
      Grüße
      Stefan

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