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Backup-Atemregler für das Tragen um den Hals präparieren

| 13 Kommentare

Beim Tauchen mit Backup-Atemregler bzw. Zweitautomat stellt sich immer mal wieder die Frage “wo verstauen beim Tauchen?”.  Eine sehr gute Variante ist es, den Backup-Atemregler um den Hals zu tragen. Dies hat den Vorteil, dass man immer weiß wo sich der Regler befindet, und man hat ihn mit einem Griff im Mund und kann daraus atmen. Eine einfache Methode seinen Backup-Atemregler auf diese Tragweise umzurüsten möchte ich Dir hier vorstellen:

Schritt 1: Bungee-Leine zuschneiden

Bevor Du die Bungee-Leine zuschneidest, teste wo der Atemregler hängt, wenn Du verschiedene Längenvarianten ausprobierst. Der Atemregler sollte nicht zu eng um den Hals sitzen, aber auch nicht zu locker, da er ansonsten zu weit nach unten hängt. Anschließend schneidest Du die Bungee-Leine auf die richtige Länge. In die Enden der Leine machst Du jeweils einen Knoten. Dieser verhindert später das Durchrutschen der Leine am Atemregler. Sollten die Enden zu ausgefranst sein, flämme sie kurz mit einem Feuerzeug ab. Entferne den alten Kabelbinder von Deinem Mundstück.


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Schritt 2: Bungee-Leine befestigen

Im nächsten Schritt befestigst Du die Bungee-Leine mit einem neuen Kabelbinder wieder am Mundstück. Achte darauf, dass beide Enden der Leine in etwa auf gleicher Höhe liegen, und beim Festziehen des Kabelbinders nicht wieder verrutschen. Teste nach dem Festziehen des Kabelbinders unbedingt den festen Sitz des Mundstücks. Sollte dieses sich all zu leicht bewegen lassen musst Du den Kabelbinder noch fester anziehen!

Schritt 3: Kabelbinder stutzen

Als nächstes entfernst Du den überstehenden Rest des Kabelbinders. Tipp: Ich achte immer darauf, dass der Verschluss des Kabelbinders an der Seite des Mundstücks liegt. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass der Verschluss während des Tauchens an den Lippen stört.


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Endergebnis

Am Ende sollte Dein Backup-Atemregler so aussehen wie hier auf dem Bild rechts. Tipp: Solltest Du beim Tauchen merken, dass Dir die Bungee-Leine doch zu lang oder zu kurz sein sollte, passe die Länge noch einmal an!

13 Kommentare

  1. Hallo Stefan,

    ich halte es nicht für gut, das Gummiband unter den Kabelbinder zu stecken.
    Stell Dir vor ihr geratet in eine OOA-Situation. Du spendest Deinem Partner Luft aus Deinem primären Atemregler. Dieser bläst jetzt ab. Jetzt kannst Du nicht mehr “mal einfach” Wechselatmung machen.
    Dieses Szenario ist vielleicht nicht besonders wahrscheinlich, aber trotzdem möglich.

    Der Sekundäre Atemregler sollte sich daher einfach aus dem Gummi ziehen lassen. Dazu habe ich die Enden eines ummantelten 4mm-Gummis mit einem doppelten Fischerknoten verbunden. Dadurch entsteht ein Auge, das um das Mundstück gelegt und festgezogen wird. Das hält bombenfest.
    Vorteil:
    - Der Atemregeler kann einfach aus dem Necklace herausgezogen werden.
    - Das Necklace kann einfach gekürzt werden, indem ein Knoten geöffnet und neu geknotet wird. So kann man anfangs das Necklace etwas länger lassen und sich an die Ideallänge herantasten.

    Anleitung für den Knoten

    Viele Grüße,
    Christian

  2. Die hier dargestellte Methode ähnelt der “DIR”-Metode aus DIR-Diving.com oder so.
    Halte Christians Einwand für berechtigt.

    Ich habe mein Backup-Ventil auch so befestigt, wie es Christian beschreibt. Und will man es kürzen, muss man nur einen Knoten lösen und nicht gleich einen Kabelbinder zerstören.
    Dauert 30 sek. sich so ein Necklace zu bauen.

    Schade, dass man keine Bilder dazu posten kann.

    • Hi Ihr Zwei!

      Wenn Ihr Bilder von dieser Befestigungsmethode habt, dürft Ihr mir die gerne per Mail schicken. Ich würde sie dann hier in den Artikel noch als gute Alternative einbauen. Meine Mailadresse findet Ihr im Impressum.

      Zu Christians Einwand: Klar kann man jede mögliche und unmögliche Situation, die unter Wasser passieren könnte durchspielen und seine Ausrüstung versuchen noch optimaler zu machen. Aber irgendwann muss auch einfach mal Schluss sein.
      Bei der von Dir geschilderten Situation müssten 3 Atemregler versagt haben, bevor man zur Wechselatmung mit dem letzten Backup-Atemregler übergeht. Und das ist doch schon sehr sehr unwahrscheinlich. Und die Möglichkeit das Gummi einfach über den Kopf zu ziehen um den Regler komplett frei zu machen bestünde ja auch noch?!

      Aber wie gesagt, hier könnte man sicherlich abendfüllend drüber diskutieren :)

      Grüße
      Stefan

  3. Naja und beim über den Kopf ziehen, reißt Du Dir in der Hektik die Maske ab…noch mehr Streß!
    —> KISS

    • Und genau hierbei besteht ja auch der Knackpunkt der Sache: Egal was du in dieser Situation theoretisch durchspielst, es findet sich immer jemand, der dann mit einem Gegenargument kommt!

      Klar versuchen wir unsere Tauchausrüstung so sicher als möglich zu gestalten. Daher tauche ich ja auch mit 2 getrennten Atemreglern. D.h. mein Hauptregler versagt -> ich kann auf meinen Backup-Regler wechseln -> sollte der auch noch versagen, bekomme ich den Hauptregler von meinem Tauchpartner … und jetzt ganz ehrlich: Wem ist das schon mal passiert. Dass der Hauptregler des Partners jetzt auch noch versagt, und man dann aus dem Backup-Regler des Tauchpartners Wechselatmung macht … das ist doch schon sehr sehr unwahrscheinlich!

      Genauso könnte man ja auch argumentieren, dass das leichte Lösen des Backup-Reglers aus der von Dir, Arcticdiver, und von Christian vorgestellten Variante zum Nachteil werden kann, genau kurz bevor der Tauchpartner OOG auf dich zukommet, da der Atemregler aus der Gummischlaufe gerutscht ist … wegen einer falschen Bewegung, oder warum auch immer … naja, und dann stehst du doof da, wenn dein Tauchpartner deinen Hauptregler hat und nicht mehr her gibt, und du deinen Backup-Regler nicht findest, weil er nicht mehr unter deinem Kinn hängt…

      Ich will hier nichts oder niemanden kritisieren: Es ist nur so, man kann sich auch unmöglichste Szenarien vorstellen, die passieren könnten. Aber wie wahrscheinlich das dann auch wirklich auftritt sollte man auch noch berücksichtigen!

      Grüße
      Stefan

  4. Hallo Stefan,
    klar findet sich immer ein Dünnbrettbohrer :-) gerade bei so DIR-Themen.
    Du kannst auch Manometer bzw die boltsnaps mit Kabelbinder befestigen oder mit O-Ringen…oder man macht es so, wie es gut funzt: mit cave-line.

    Draußen regnet es Kübel…da habe ich Null Bock auf tauchen…noch nicht mal Wracktauchen :-) —> Ich habe mir eine halbe Stunde Zeit genommen und ein paar Bilder gemacht. Kommt per Mail. Eventuell was für die Seite?

    Grüße,
    Arctic Diver

  5. Habe meinen Atemregler am Kurzschlauch genauso befestigt, wie Christian und Arctic Diver es beschrieben haben, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: mich stört das Bungee direkt an der Lippe. Beim geknoteten Gummi läuft das Bungee etwas seitwärts und hängt nicht in den Mundwinkeln.

    Dass drei Atemregler versagen und man bei einer OOG-Situation Wechselatmung mit dem Regler am Kurzschlauch machen muss, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich… aber: es gibt nichts, was es nicht gibt… ;-)

  6. Hallo Stefan,

    der Hinweis sollte nicht als Einwand gesehen werden sondern als konstruktiver Verbesserungsvorschlag. Das das Szenario relativ unwahrscheinlich ist, habe ich ja selbst schon geschrieben.
    Zum Thema herausrutschen: Das Gummi kann so fest gezogen werden, das der Atemregler auf keinen Fall von selbst herausrutschen kann. Trotzdem kann man ihn mit der Hand noch leicht aus der Schlaufe ziehen.

    Bilder habe ich gemacht, kommen per Mail.

    Viele Grüße,
    Christian

  7. Moin.
    Nein, es sollte niemals als Kritik verstanden werden. Nur als Tipp für Taucher.
    Jeder Taucher möge sein Backup – necklace so bauen, wie er es für richtig hält.
    Dann bin ich gespannt, wie Deine Fotos geworden sind, Christian.
    Ich habe gestern auch ein paar für Stefan gemacht.

    So,
    ich wünsch Euch was, ich muss mein Tauchzeug spülen fahren.
    War 90 min. Wracktauchen. Genial.
    Davon ein paar Bilder auf FB —> Arctic Diver :-)

  8. Ich habe einfach 2 Löcher in den Blasenabweiser gebohrt und dort das Bungeecord durch gesteckt und keinen Knoten reingemacht sondern nur einen Kaberbinder einmal um das Cord fest gezogen. So bin ich in einer Notsituation in der Lage das Ganze mit ein wenig Kraft zu lösen.( In einer Situation wie es Christian beschrieben hat.)
    Was haltet ihr davon?

  9. @Tim:
    Kommt ganz darauf an, welchen Atemregler Du verwendest. Beim Poseidon klappt das mit den Löchern im Blasenabweiser z.B. nicht :-) . Nun ja, Poseidon-Atemregler sind ja auch nicht DIR-konform ;-) ;-)

    Du musst auch in der Lage sein, Deinen Atemregler am Kurzschlauch nur mit dem Mund zu nehmen. Wenn das Necklace am Blasenabweiser befestigt ist, weiss ich nicht, ob dadurch der Regler in der optimalen Lage ist und nicht doch immer eine Hand brauchst…

  10. Ich finde es auch nicht sonderlich angebracht, die Schnur unter dem Kabelbinder zu befestigen.

    Wir hatten letzten Sonntag eine Notsituation (abblasender Automat). In der Aufregung hat mein Tauchpartner (CMAS TL*) seinen Zweitregler nicht gleich gefunden, obwohl er um seinen Hals hing. Gelöst hat er das Problem damit, dass er den Regler einfach aus dem Necklace gezogen hat und ihn sich so zum Mund geführt hat, während ich an seinem primären hing.
    Das wäre auf die beschriebene Art nicht möglich gewesen.

    Will sagen, in einer Stresssituation hilft es, die 2. Stufe schnell aus dem Necklace ziehen zu können.

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