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Getestet: Thor Rev 2.0 Lampenkopf

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Getestet: Lampenkopf Thor Rev 2.0

Vorletztes Wochenende hatte ich die Gelegenheit den Lampenkopf Thor Rev 2.0 für ein paar Tauchgänge ausleihen zu dürfen. Seit die Lampe vor 3-4 Jahren auf den Markt kam, hat sie auf mich einen tollen ersten Eindruck hinterlassen. Auf der boot 2016 konnte ich sie dann zum ersten Mal live betrachten. Dass es jetzt endlich mit einem bzw. gleich drei Probetauchgängen geklappt hat, hat mich daher sehr gefreut!

Die ersten beiden Tauchgänge fanden im Bodensee statt. Tauchgang eins ging dabei auf 51m, Tauchgang zwei auf 30m. Die Sichtverhältnisse waren bei beiden Tauchgängen großteils gut. Die üblichen Sprungschichten mit etwas mehr Schwebeteilchen waren vorhanden. Der dritte Tauchgang fand in einem unserer Baggerseen in der Umgebung von Karlsruhe statt.

Meinen Eindruck der Lampe möchte ich Euch in diesem Artikel gerne schildern.

Nur der Vollständigkeit halber: Die Lampe wurde mir von Deepstop zur Verfügung gestellt. Ich habe sie nach dem Test (leider) wieder zurück senden müssen.

Thor offshore engineering GmbH

Thor Rev 2.0 LED mit Reflektor

Der Lampenkopf wird von der Firma Thor offshore engineering GmbH mit Sitz in Lüdenscheid hergestellt. Er ist Made in Germany. Thor ist noch ein Neuling unter den Lampenherstellern, hat sich aber in den vergangenen 2-3 Jahren schon einen guten Namen in der Tec-Tauchen-Szene gemacht.

Laut Website dauerte die Entwicklung des Lampenkopfes 1,5 Jahre, und das Ziel war eine qualitativ hochwertige Lampe zu schaffen.

Neben dem Lampenkopf stellt die Firma seit einiger Zeit auch eigene Akkutanks und E/O-Cords her – die E/O-Cords firmieren unter dem Namen “T/C Thor Cord”.

Bevor ich Euch meine Eindrücke zur Thor Rev 2.0 schildere, noch ein paar technische Details zum Lampenkopf, damit Ihr einen Eindruck habt, mit was ich getaucht bin.

Technische Daten des Herstellers

  • Leuchtmittel: LED SST-90 mit max 2.200 lumen
  • Helligkeit: ca. 70.000 lux auf 1m im Spot
  • Dimmbar mit Piezotaster
  • Enger Spot: ca. 5,5 Grad
  • fokussierbar
  • Zulässige Akku-Spannung: 9V bis 22V
  • Zulässige Akku-Stromstärke: kein Limit
  • Zulässige Tauchtiefe: bis 150m
Der Lampenkopf kommt standardmäßig mit einem E/O Thor Cord Anschluss. D.h. Ihr könnt den Lampenkopf an jeden Akku anschließen, der die oben genannten Kriterien erfüllt.
Thor bietet mittlerweile auch Akkutanks an, die Ihr in unterschiedlichen Größen und mit der Option ein oder zwei Anschlüsse kaufen könnt (zwei Anschlüsse um z.B. eine Lampe und eine Heizung gleichzeitig betreiben zu können).

Der Test

Der rote Piezo-Schalter, mit dem sich die Thor Rev 2.0 in vier Stufen dimmen lässt

Bevor die Lampe das erste Mal mit mir abgetaucht ist, musste sie natürlich ausgiebig an der Oberfläche getestet werden.

Das Modell, das mir zur Verfügung gestellt wurde, kam mit einem Wechselsystem für den Brenner und einem Scooter Thumb Loop (spezielle Vorrichtung, um den Lampenkopf während des Scooterns auf den Daumen zu setzen). Mehr zu möglichen Optionen des Lampenkopfes findet Ihr unten in diesem Artikel.

Die Verarbeitung der Lampe machte auf mich einen sehr guten Eindruck. Sie ist, verglichen mit manchem HID-Lampenkopf, sehr kompakt.

Auffällig ist der rote Knopf auf dem Rücken der Lampe. Dabei handelt es sich um einen Piezo-Schalter, mit dem man die Lampe in vier Stufen dimmen kann. Um diesen Knopf herum sind Kühlrippen angeordnet, die Wärme vom Lampenkopf weg leiten sollen.

Der Goodman Handle macht ebenfalls einen sehr soliden Eindruck. Es wackelte nichts, und der Lampenkopf saß sicher auf dem Handle.

Der Goodman Handle selbst hat mehrere Löcher, mit denen man die Postion des Lampenkopfes ändern kann, sodass auf den Goodman Handle, z.B. noch ein Thumb Loop passt.

Der Knickschutz am Ende des Kopfes ist aus Metall, was man auch nicht oft bei Lampen sieht.

Wie bereits in der Einleitung geschrieben, hat das Testen perfekt mit einem Tauchtag am Bodensee zusammengepasst.

Bereits beim Buddycheck an der Oberfläche fiel die Helligkeit der Lampe auf. Beim Abtauchen zeigte die Lampe dann ihr ganzes Potential. Der Tauchgang führte uns auf 50m, entlang einer Steilwand. Wer regelmäßig im Süßwasser taucht, weiß um die Lichtverhältnisse in dieser Tiefe. Mit der Thor konnte die Wand aber sehr schön ausgeleuchtet werden.

Und obwohl die Lampe wirklich sehr hell ist, hat sie trotzdem einen sehr fokussierten Punkt, den man gut zur Kommunikation mit dem Buddy nutzen kann.

An Stellen bei denen das Wasser durch Schwebeteilchen eingetrübt war, war die Lampe dann zum Teil zu hell. Hier kam dann der rote Piezo-Schalter zum Einsatz, mit dem sich die Lampe dimmen ließ.

Auch der zweite Tauchgang im Bodensee (ebenfalls Steilwand, auf 30m) bestätigte den positiven Eindruck des ersten Tauchgangs. Die Lampe tut genau das, was sie soll: Sie leuchtet. Und das wirklich sehr gut!

Um aber auch einen Eindruck zu bekommen, wie sich die Lampe in meinen Hausgewässern (=Baggersee) so schlägt, wurde sie noch für einen Tauchgang mitgenommen. Und auch hier hat sie sich sehr gut geschlagen. Auch bei helleren Bedingungen unter Wasser hat die Lampe noch genug Leuchtkraft, um einen Leuchtpunkt zu generieren, der eine Kommunikation mit dem Buddy sehr einfach gestaltet.

Bevor wir nun zum Fazit kommen, möchte ich Euch noch ein bisschen was zu den möglichen Optionen sagen, die Ihr für die Thor Rev 2.0 bekommen könnt:

Optionen

Mit dem kleinen Handrad, lässt sich der Reflektor mit Goodman Handle vom Brenner trennen.

Der Thor Rev 2.0 Lampenkopf kann mit mehreren Optionen aufgerüstet werden. Es gibt folgendes Zubehör:

  • Wechselsystem für Brenner (D.h. Ihr könnt unter Wasser den Reflektor mit dem Goodman Handle vom Brenner trennen und einen Ersatzbrenner verwenden)
  • Ersatzbrenner
  • Akkutank in unterschiedlichen Größen
  • Scooter-Halterung für Suex Scooter
  • Scooter Thumb Loop inkl. Cookie Halter
  • Gravur des Namens auf den Lampenkopf
  • Transportkoffer
Und nun zum Fazit.

Mein Fazit

Mein Fazit: Klasse Lampe! Kommt auf meine Wunschzettel

Hammer! Anders kann ich es nicht beschreiben. Ich habe in meiner “Karriere” nun schon ein paar Tanklampen getaucht/ getestet. Aber keine hat einen so guten Eindruck bei mir hinterlassen!

Der Vollständigkeit halber, will ich Euch auch folgenden Punkte nicht vorenthalten: Direkt beim Anziehen vor dem ersten Tauchgang hat es die beiden Gummi-O-Ringe, die vorne auf dem Reflektor sitzen, verschoben. Diese haben keine direkte Funktion, sondern sind eher ein Design-Element. Nach Rücksprache mit Tom von Thor, wurde mir bestätigt, dass der Fehler bei den ersten Lampenköpfen auftreten konnte und bekannt ist. Der Kopf, den ich ausgeliehen hatte, zählt dabei zu diesen ersten Baureihen. Die neuen Baureihen haben nun auf dem Reflektor eine tiefere Nut, sodass die O-Ringe nun perfekt sitzen.

Positiv sind mir folgende Dinge aufgefallen: Lichtleistung, Verarbeitung, Details, Design
  • Lichtleistung: Die Lampe war wirklich sehr hell. Dabei war sie aber stets so fokussiert, dass sie einen schönen Leuchtpunkt erzeugt hat.
  • Verarbeitung: Man merkt, dass sich die Macher einige Gedanken gemacht haben. Die Verarbeitung macht einen klasse Eindruck. Die Teile passen sehr gut aufeinander und alle Ecken sind abgerundet.
  • Details: Besonders die Details wie der Piezo-Schalter zum Dimmen der Lampe und das Schnellwechselsystem haben mir sehr gut gefallen.
  • Design: Darüber lässt sich sicherlich streiten, aber im Gegensatz zu anderen Lampenköpfen auf dem Markt, sieht der Thor Rev 2.0 Lampenkopf wirklich sehr gut aus (meine Meinung :)

Alles in allem bin ich sehr begeistert von der Thor Rev 2.0. Der Preis liegt im oberen Bereich, im Vergleich zu anderen Lampenköpfen. Dafür bekommt Ihr aber ein Produkt Made in Germany, das mit allerlei gut durchdachten Details aufwartet. Bei mir kommt dieser Lampenkopf definitiv auf die Wunschliste!

Hinweis: Der Lampenkopf wurde mir von Hans Drexler von Deepstop für ein verlängertes Wochenende zur Verfügung gestellt. Auf diesem Weg auch noch einmal vielen Dank hierfür!

Wenn Ihr mehr über die Thor erfahren möchtet, dann schaut doch mal auf der Website des Herstellers vorbei: Thor offshore Engineering GmbH Dort findet Ihr noch weitere Informationen und Bilder zum Lampenkopf, Akkutanks und Zubehör.

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Ein Kommentar

  1. Hi

    Ich hab mich vor ca. einem Jahr für die Thor entschieden und es bisher nicht bereut.
    Das Problem mit den Blauen ringen hatte ich auch, seid die Lampe beim Service war ( kabelbruch am EO Cord das Cord wurde jetzt gegen die neuen Thor Cords getauscht ) halten sie aber.

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